Entratek- Power Dot Fix

Entratek- Power Dot Fix

Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie die Anbindung einer Entratek Power Dot Fix Ladestation in das energielenker Lastmanagement-System Lobas oder das Home Energy Management System Enbas erfolgt. Sie richtet sich an Installateure, Systemintegratoren und Administratoren und unterstützt dich dabei, alle relevanten Einstellungen korrekt vorzunehmen und typische Fehlerquellen zu vermeiden. Im Folgenden ist mit der Bezeichnung "energielenker System" das HEMS Enbas und das LMS Lobas gemeint, sofern die Schritte für beide Produkte gleich sind.

1. Allgemeine Voraussetzungen

  1. Zugang zur Ladestation (Sofern noch auf Werkseinstellungen)
    1. Benutzername: install
    2. Passwort: installer123
  2. Kompatible Firmware-Version (https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/)
  3. Unterstützte energielenker Systeme: Lobas, Enbas
  4. Feste IP-Adresse für die Ladestation
  5. Zugang zum energielenker System per IP-Adresse oder energielenker connect App. (IP-Adresse ist auf dem Display des Geräts zu sehen)
  6. Admin-Zugangsdaten für das energielenker System

Verfügbare Konfigurationsmöglichkeiten

✅ Lokales Web-UI der Ladestation
❌ Cloud-Web Portal des Herstellers
❌ Smartphone-App des Herstellers
❌ Windows-Konfigurations-App des Herstellers

Komponentenanbindung

Anbindung der Ladestation via OCPP

OCPP Version: 1.6-J
LMB Version: 3.18.0

Unterstützte Features

Die verfügbaren Features des Ladepunkts variieren je nach eingesetzter Kommunikationsschnittstelle.
  1. ✅ Granulare Sollwertregelung: Jeder einzelne Ladepunkt einer Ladestation kann individuell geregelt werden – im Gegensatz zu Systemen, die nur eine ladestationsweite Sollwertvorgabe erlauben.
  2. ✅ Pausierbarkeit des Ladevorgangs: Ladevorgänge an einzelnen Ladepunkten können vollständig pausiert werden – im Gegensatz zu Ladestationen, die zwar den Ladestrom regeln, aber keine vollständige Unterbrechung des Stromflusses zum Elektrofahrzeug erlauben.
  3. ✅ Phasenschieflastmonitoring: Ladepunkte, die eine Phasenschieflast verursachen, können gezielt erkannt und deren Ladestrom reduziert werden – relevant ausschließlich bei AC-Ladepunkten, da DC-Ladepunkte das Verteilnetz in der Regel gleichmäßig auf allen drei Phasen belasten.
  4. ✅ Zentrale Benutzerverwaltung (RFID): Eine zentrale Nutzerverwaltung ist nur bei OCPP-Anbindung der Ladestation möglich – einige Ladestationen übermitteln RFIDs nur, wenn diese zusätzlich lokal auf der Station hinterlegt sind, was eine zentrale Verwaltung verhindert.
  5. ✅ Ladevorgangstracking: Ladevorgänge an den Ladepunkten der Ladestation können vollständig nachverfolgt werden.

Benötigte Voraussetzungen

  1. Die minimale Firmware-Version, die auf der Ladestation installiert sein muss, ist in unserer aktuellen Kompatibilitätsliste dokumentiert: https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/
  2. Lobas muss feste IP-Adresse im lokalen Netzwerk besitzen.

Step-by-Step: Konfiguration in der Ladestation

1. Die Maximale Stromgrenze der Ladestation einstellen.



2. In der Ladestation konfigurierte Phasenrotation hat keine Auswirkung auf die Ausgabe der phasenweise Ladeströme in der Kommunikationsschnittstelle der Ladestation.
Somit muss die Phasenrotation der Ladestation korrekt im Lastmanagement eingestellt werden.

3. Nicht benötigte Schnittstellen und Funktionen der Ladestation deaktivieren
Um Störeinflüsse für das Lastmanagement ausschließen zu können, sollten diese abgeschaltet werden.
  1.  Das Ladestations-interne Lastmanagement deaktivieren.

  1. Die Tasterfunktionen der Ladestation werden deaktiviert, damit der Ladevorgang ausschließlich über das Backend gesteuert wird.


In der Ladestation kann ein sog. Stop Current konfiguriert werden. Dieser sollte <= dem min. Ladestrom, der im Lastmanagment konfiguriert ist, gesetzt werden. Andernfalls kann es dazu kommen, dass die Ladestation den Ladevorgang pausiert oder stoppt, wenn das Lastmanagment bspw. einen Sollwert=6A setzt, obwohl die EVSE den Stop Current auf bspw. 8A gesetzt hat.



Die werksseitigen Werte Model und Vendor dürfen in der Ladestation nicht verändert, da das Lastmanagment anhand dieser Werte Model =”PDF” und Vendor=”IoCharger” automatisch den entsprechenden Ladestation-Typen identifiziert.



4. Kommunikation via OCPP1.6-J von der Ladestation zum energielenker System aufbauen
  1. Als OCPP Modus muss OCPP-J 1.6 gewählt werden.
  2. Im Feld Domain muss die IP-Adresse des energielenker Systems im Netzwerk eingestellt werden. Der Port ist entsprechend dem OCPP-Server-Port des energielenker Systems ( z.B. 19520) zu konfigurieren.
  3. Die OCPP ChargeBoxIdentity (ChargepointID) kann nach Belieben angepasst werden, diese muss später im energielenker System angegeben werden.


5. Autorisierung aktivieren

Info
Autorisierung via RFID wird empfohlen.

6. Fallback

Die Ladestation bietet keinen Fallback Mechanismus

Step-by-Step: Konfiguration im Lastmanagement

1. Ladepunkt anlegen
  1. Lobas: Neuen Ladepunkt anlegen
  2. Enbas: Verbinden eines Ladepunkts mit Enbas
2. Kommunikationseinstellungen
  1. Wähle als Kommunikationsart OCCP
  2. Gebe die in der Ladestation vergebene Charge Point ID in das Feld Charge Point ID ein
  3. Da die Ladestation über nur einen Ladepunkt verfügt, belasse die Connector ID bei 1
    1. Die Connector ID dient zur Nummerierung der Ladepunkt der Ladestation


3. Komponentenkonfiguration / Gerätekonfiguration
Nehme die elektrischen Einstellungen für das Gerät vor. Bei Lobas heißt dieser Abschnitt Gerätekonfiguration und bei Enbas heißt dieser Komponentenkonfiguration.
  1. Enbas: Wähle den Entratek Power Dot Fix bei Hersteller & Typ
  2. Lobas: Wähle Entratek Power Dot Fix bei Gerätetyp


Als Min. Ladestrom ist der Stromwert einzutragen, den das Lastmanagement als minimalen Wert dem Ladepunkt als Sollwert vorgibt. Standardmäßig ist dieser auf 8A eingestellt, da es einzelne E-Fahrzeuge gibt, die erst ab einem Wert von 8A den Ladevorgang beginnen.
Um eine optimierte Ladestromfreigabe über die gesamte Ladeinfrastruktur zu erreichen, kann der min. Ladestrom auf 6A angepasst werden, solange es keine Probleme mit einzelne E-Fahrzeugen gibt.
Der eingestellte Wert im Lastmanagement muss immer größer gleich dem in der Ladestation eingestellten min. Ladestrom sein, da es sonst zu Fehler in der Ladestation kommen kann.

Der im Lastmanagement konfigurierte Max. Ladestrom sollte dem in der Ladestation konfigurierten max. Ladestrom entsprechen. Der Max. Ladestrom im Lastmanagement muss immer kleiner gleich dem max. Ladestrom in der Ladestation sein, da es sonst in der Ladestation zu Fehlern kommen kann.

Im Feld Phasen sollte Ermitteln eingetragen werden. Dadurch kann das energielenker System automatisch aus den Ladestrom-Daten der Ladestation ermitteln, ob das angeschlossene E-Fahrzeug ein-, zwei- oder dreiphasig lädt.



In der Ladestation konfigurierte Phasenrotation hat keine Auswirkung auf die Ausgabe der phasenweise Ladeströme in der Kommunikationsschnittstelle der Ladestation.
Somit muss die Phasenrotation der Ladestation korrekt im Lastmanagement eingestellt werden.

Anmerkungen

Info
Während der Initialisierung führt das Lastmanagement einen Neustart der Ladestation aus, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Konfigurationen in der Ladestation übernommen werden.
HW-Version der Ladestation: -
SW-VErsion der Ladestation: -


    • Related Articles

    • Alpitronic - Hypercharger 50/150/300

      Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie die Anbindung einer Alpitronic - Hypercharger 50/150/300 Ladestation in das energielenker Lastmanagement-System Lobas oder das Home Energy Management System Enbas erfolgt. Sie richtet sich an ...
    • Autel - MaxiCharger DC Fast 60-240 kW

      Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie die Anbindung einer Autel - MaxiCharger DC Fast 60-240 kW Ladestation in das energielenker Lastmanagement-System Lobas oder das Home Energy Management System Enbas erfolgt. Sie richtet sich an ...
    • Alpitronic - HYC 200

      Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie die Anbindung einer Alpitronic - HYC 200 Ladestation in das energielenker Lastmanagement-System Lobas oder das Home Energy Management System Enbas erfolgt. Sie richtet sich an Installateure, ...
    • Alpitronic - HYC 400

      Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie die Anbindung einer Alpitronic - HYC 400 Ladestation in das energielenker Lastmanagement-System Lobas oder das Home Energy Management System Enbas erfolgt. Sie richtet sich an Installateure, ...