1. Ladepunkt anlegen
- Lobas: Neuen Ladepunkt anlegen
- Enbas: Verbinden eines Ladepunkts mit Enbas
2. Kommunikationseinstellungen
- Wähle als Kommunikationsart Modbus TCP
- Gebe die in der Ladestation vergebene IP-Adresse in das Feld IP-Adresse ein
- Die beiden Ladepunkte sind jeweils über die Slave ID 1 über die Ports 502 und 503 anbinden.
- Linker Ladepunkt: Port 502, Slave ID 1
- Rechter Ladepunkt: Port 503, Slave ID 1
- TCP Verbindung halten sollte auf Aktiv belassen werden.
- TCP Verbindung halten muss auf Inaktiv eingestellt werden.
3. Komponentenkonfiguration / Gerätekonfiguration
Nehme die elektrischen Einstellungen für das Gerät vor. Bei Lobas heißt dieser Abschnitt Gerätekonfiguration und bei Enbas heißt dieser Komponentenkonfiguration.
- Enbas: Wähle den Walther Werke - smartEVO duo bei Hersteller & Typ
- Lobas: Wähle Walther Werke - smartEVO duo bei Gerätetyp
Als Min. Ladestrom ist der Stromwert einzutragen, den das Lastmanagement als minimalen Wert dem Ladepunkt als Sollwert vorgibt. Standardmäßig ist dieser auf 8A eingestellt, da es einzelne E-Fahrzeuge, die erst ab einem Wert von 8A den Ladevorgang beginnen.
Um eine optimierte Ladestromfreigabe über die gesamte Ladeinfrastruktur zu erreichen, kann der min. Ladestrom auf 6A angepasst, solange es keine Probleme mit einzelne E-Fahrzeugen gibt.Der eingestellte Wert im Lastmanagement muss immer größer gleich dem in der Ladestation eingestellten min. Ladestrom sein, da es sonst zu Fehler in der Ladestation kommen kann.
Der im Lastmanagement konfigurierte Max. Ladestrom sollte dem in der Ladestation konfigurierten max. Ladestrom entsprechen. Der Max. Ladestrom im Lastmanagement muss immer kleiner gleich dem max. Ladestrom in der Ladestation sein, da es sonst in der Ladestation zu Fehlern kommen kann.
Im Feld Phasen sollte Ermitteln eingetragen werden. Dadurch kann das energielenker System automatisch aus den Ladestrom-Daten der Ladestation ermitteln, ob das angeschlossene E-Fahrzeug ein-, zwei- oder dreiphasig lädt.
In der Ladestation konfigurierte Phasenrotation hat keine Auswirkung auf die Ausgabe der phasenweise Ladeströme in der Kommunikationsschnittstelle der Ladestation.
Somit muss die Phasenrotation der Ladestation korrekt im Lastmanagement eingestellt werden.

Troubleshooting bei Modbus TCP-Verbindung
Fehlerbild: Alle 3h bricht die Modbus-Verbindung zur Ladestation ab.
- Ursache: In der Ladestation ist eine OCPP-Verbindung zum Backend konfiguriert. Die Ladestation kann die Verbindung zum Backend nicht aufbauen. Alle 3h startet die Ladestation für den erneuten Verbindungsaufbau alle Schnittstellen neu (darunter auch die Modbus-Schnittstelle).
- HW/SW-Version: -
- Fehlerbehebung: Deaktivieren der nicht verwendeten OCPP-Verbindung oder Behebung der fehlerhaften OCPP-Verbindung zum Backend.
Anbindung der Ladestation via OCPP
OCPP Version: 1.6-J
Unterstützte Features
Die verfügbaren Features des Ladepunkts variieren je nach eingesetzter Kommunikationsschnittstelle.
- ✅ Granulare Sollwertregelung: Jeder einzelne Ladepunkt einer Ladestation kann individuell geregelt werden – im Gegensatz zu Systemen, die nur eine ladestationsweite Sollwertvorgabe erlauben.
- ✅ Pausierbarkeit des Ladevorgangs: Ladevorgänge an einzelnen Ladepunkten können vollständig pausiert werden – im Gegensatz zu Ladestationen, die zwar den Ladestrom regeln, aber keine vollständige Unterbrechung des Stromflusses zum Elektrofahrzeug erlauben.
- ✅ Phasenschieflastmonitoring: Ladepunkte, die eine Phasenschieflast verursachen, können gezielt erkannt und deren Ladestrom reduziert werden – relevant ausschließlich bei AC-Ladepunkten, da DC-Ladepunkte das Verteilnetz in der Regel gleichmäßig auf allen drei Phasen belasten.
- ✅ Zentrale Benutzerverwaltung (RFID): Eine zentrale Nutzerverwaltung ist nur bei OCPP-Anbindung der Ladestation möglich – einige Ladestationen übermitteln RFIDs nur, wenn diese zusätzlich lokal auf der Station hinterlegt sind, was eine zentrale Verwaltung verhindert.
- ✅ Ladevorgangstracking: Ladevorgänge an den Ladepunkten der Ladestation können vollständig nachverfolgt werden.
Benötigte Voraussetzungen
- Die minimale Firmware-Version, die auf der Ladestation installiert sein muss, ist in unserer aktuellen Kompatibilitätsliste dokumentiert: https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/
Step-by-Step: Konfiguration in der Ladestation
1. Die Maximale Stromgrenze der Ladestation einstellen.
2. In der Ladestation konfigurierte Phasenrotation hat keine Auswirkung auf die Ausgabe der phasenweise Ladeströme in der Kommunikationsschnittstelle der Ladestation.
Somit muss die Phasenrotation der Ladestation korrekt im Lastmanagement eingestellt werden.
3. Nicht benötigte Schnittstellen und Funktionen der Ladestation deaktivieren
Um Störeinflüsse für das Lastmanagement ausschließen zu können, sollten diese abgeschaltet werden.
- Der Modbus Server für externe Lastmanagementsysteme sollte ausgeschalten werden.
- Rest API sollte ausgeschalten werden.
4. Kommunikation via OCPP1.6-J von der Ladestation zum energielenker System aufbauen
- Als Verbindungstyp sollte Ethernet gewählt werden, damit die Ladestation die Kommunikation über die Ethernet-Schnittstelle mit dem energielenker System aufbaut.
- Als OCPP Modus muss OCPP-J 1.6 gewählt werden.
- Im Feld URL des Backends muss die IP-Adresse des energielenker Systems im Netzwerk eingestellt werden. Die Eingabe muss sich wie folgt zusammensetzen: ws://<energielenker System-IP>:19520
- Die OCPP ChargeBoxIdentity (ChargepointID) kann nach Belieben angepasst werden, diese muss später im energielenker System angegeben werden.
- TLS und HTPP Basic Authentification sollten deaktiviert werden.
- Es ist darauf zu achten, dass DataTransfer für Tarif und Gesamtnutzung auf „aus“ gestellt ist, da sonst keine Ladefreigabe erfolgt, da diese vom energielenker System erwartet wird.
- Clock aligned data intervall sollte auf 0 gestellt werden. Dadurch wird die Übermittlung von zeitgesteuerten MeterValues durch die Ladestation via OCPP ausgeschalten. Diese werden parallel zu den MeterValues (MeterSampleIntervall) nicht benötigt und sollten deaktiviert werden.
- Das MeterSampleIntervall sollte durch das energielenker System bei initialem Verbindungsaufbau automatisch auf 10 sec. eingestellt werden. Das kann in der Ladestations-Einstellung nachgeprüft werden.


5. Autorisierung aktivieren
Die Autorisierungsvariante muss im Web-UI eingestellt werden. Es wird empfohlen Central System Only auszuwählen. Alternativ können auch Charger whitelist and central system (dann muss die RFID im energielenker System und dem Web-UI hinterlegt werden) oder Plug and Charge (dann muss die ID, die vom Auto übermittelt wird im energielenker System hinterlegt werden) eingestellt werden.
Autorisierung via RFID wird empfohlen.