1. Ladepunkt anlegen
- Lobas: Neuen Ladepunkt anlegen
- Enbas: Verbinden eines Ladepunkts mit Enbas
2. Kommunikationseinstellungen
- Wähle als Kommunikationsart Modbus TCP
- Gebe die in der Ladestation vergebene IP-Adresse in das Feld IP-Adresse ein
- Gebe als Port 502 ein
- Gebe als Modbus Slave ID 255 ein
3. Komponentenkonfiguration / Gerätekonfiguration
Nehme die elektrischen Einstellungen für das Gerät vor. Bei Lobas heißt dieser Abschnitt Gerätekonfiguration und bei Enbas heißt dieser Komponentenkonfiguration.
- Enbas: Wähle Keba KeContact P30 x-series (FW:1.19.6) (Modbus) bei Hersteller & Typ
- Lobas: Wähle Keba KeContact P30 x-series (FW:1.19.6) (Modbus) bei Gerätetyp
Als Min. Ladestrom ist der Stromwert einzutragen, den das Lastmanagement als minimalen Wert dem Ladepunkt als Sollwert vorgibt. Standardmäßig ist dieser auf 8A eingestellt, da es einzelne E-Fahrzeuge gibt, die erst ab einem Wert von 8A den Ladevorgang beginnen.
Um eine optimierte Ladestromfreigabe über die gesamte Ladeinfrastruktur zu erreichen, kann der min. Ladestrom auf 6A angepasst werden, solange es keine Probleme mit einzelne E-Fahrzeugen gibt. Der eingestellte Wert im Lastmanagement muss immer größer gleich dem in der Ladestation eingestellten min. Ladestrom sein, da es sonst zu Fehlern in der Ladestation kommen kann.
Als Max. Ladestrom muss der Wert eingestellt werden, mit dem die Ladestation elektrisch angeschlossen ist (Auslegung elektrische Zuleitung und Konfiguration in der Ladestation beachten!). Der Standardwert entspricht 16A pro Phase. Die Ladestation hat eine maximale Ladeleistung von bis zu 22 kW (32 A).
Im Feld Phasen sollte Ermitteln eingetragen werden. Dadurch kann das energielenker System automatisch aus den Ladestrom-Daten der Ladestation ermitteln, ob das angeschlossene E-Fahrzeug ein-, zwei- oder dreiphasig lädt.
In der Ladestation kann keine Phasenrotation konfiguriert werden.
Somit muss die Phasenrotation der Ladestation korrekt im Lastmanagement eingestellt werden.
Diese Angabe bezieht sich auf die Rotation der Phasen zwischen Anschlussklemme in der Ladestation und den angeschlossenen Phasen am Netzverknüpfungspunkt.

Troubleshooting bei Modbus TCP-Verbindung
Fehlerbild: Lobas kann bei Anbindung der Ladestation via Modbus keine Daten abfragen. Eine Modbus Verbindung kann allerdings grundsätzlich zur Ladestation aufgebaut werden. Es wird im Lobas ein Verbindungsfehler angezeigt.
- Ursache: Der MB Server der Ladestation scheint sich aus unbestimmbaren Umständen aufzuhängen.
- HW/SW-Version: 1.18.0
- Fehlerbehebung: Nach Reboot der Ladestation ist der Modbus-Server wieder regulär erreichbar.
Anmerkungen
Es kann zu doppelt abgerechneten Ladevorgängen in Kombination mit einem Abrechnungsbackend führen. Diese Ladesäule sollte dringend auf die Version 1.17 upgedated werden.
HW-Version der Ladestation: n/a
SW-VErsion der Ladestation: <1.17
Anbindung der Ladestation via OCPP
OCPP Version: 1.6-J
Unterstützte Features
Die verfügbaren Features des Ladepunkts variieren je nach eingesetzter Kommunikationsschnittstelle.
- ✅ Granulare Sollwertregelung: Jeder einzelne Ladepunkt einer Ladestation kann individuell geregelt werden – im Gegensatz zu Systemen, die nur eine ladestationsweite Sollwertvorgabe erlauben.
- ✅ Pausierbarkeit des Ladevorgangs: Ladevorgänge an einzelnen Ladepunkten können vollständig pausiert werden – im Gegensatz zu Ladestationen, die zwar den Ladestrom regeln, aber keine vollständige Unterbrechung des Stromflusses zum Elektrofahrzeug erlauben.
- ✅ Phasenschieflastmonitoring: Ladepunkte, die eine Phasenschieflast verursachen, können gezielt erkannt und deren Ladestrom reduziert werden – relevant ausschließlich bei AC-Ladepunkten, da DC-Ladepunkte das Verteilnetz in der Regel gleichmäßig auf allen drei Phasen belasten.
- ✅ Zentrale Benutzerverwaltung (RFID): Eine zentrale Nutzerverwaltung ist nur bei OCPP-Anbindung der Ladestation möglich – einige Ladestationen übermitteln RFIDs nur, wenn diese zusätzlich lokal auf der Station hinterlegt sind, was eine zentrale Verwaltung verhindert.
- ✅ Ladevorgangstracking: Ladevorgänge an den Ladepunkten der Ladestation können vollständig nachverfolgt werden.
Benötigte Voraussetzungen
- Die minimale Firmware-Version, die auf der Ladestation installiert sein muss, ist in unserer aktuellen Kompatibilitätsliste dokumentiert: https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/
Step-by-Step: Konfiguration in der Ladestation
1. Die Maximale Stromgrenze der Ladestation einstellen.
Die Maximale Stromgrenze der Ladestation mittels der Dip-Switches DSW1.6-1.8 einstellen.
Die DSW-Einstellungen können im Web-UI kontrolliert werden.
2. In der Ladestation kann keine Phasenrotation konfiguriert werden.
Somit muss die Phasenrotation der Ladestation korrekt im Lastmanagement eingestellt werden.
3. Nicht benötigte Schnittstellen und Funktionen der Ladestation deaktivieren
Um Störeinflüsse für das Lastmanagement ausschließen zu können, sollten diese abgeschaltet werden.
- Die API- und UDP-Schnittstelle der EVSE deaktivieren, indem man Dip-Switch DSW1.3 auf OFF einstellt. Die EVSE anschließend rebooten.
- Das Keba-ChargingNetwerk (Keba-Ladeverbund) muss deaktiviert sein. Dafür muss DIP-Switch DSW2.5 auf OFF gestellt werden. Nach Ändern der Schalterstellung muss die EVSE rebootet werden. Die DIP-Stellung kann zur Kontrolle im Web-UI geprüft werden. Das Keba-ChargingNetwork stellt ein eigenes Lastmanagement dar und kann somit zu Störung unseres Lastmanagements führen.
4. Kommunikation via OCPP1.6-J von der Ladestation zum energielenker System aufbauen
- Als Verbindungstyp sollte Ethernet gewählt werden, damit die Ladestation die Kommunikation über die Ethernet-Schnittstelle mit dem energielenker System aufbaut.
- Als OCPP Modus muss OCPP-J 1.6 gewählt werden.
- Im Feld URL des Backends muss die IP-Adresse des energielenker Systems im Netzwerk eingestellt werden. Die Eingabe muss sich wie folgt zusammensetzen: ws://<energielenker System-IP>:19520
- Die OCPP ChargeBoxIdentity (ChargepointID) kann nach Belieben angepasst werden, diese muss später im energielenker System angegeben werden.
- Secure Central System Communication sollte auf OFF und Central System Authentification Method auf None.

5. Autorisierung aktivieren
Authorization aktivieren (Free Charging deaktivieren).
Die Autorisierungsmethoden sind nach Kundenwunsch anzupassen. Empfohlen wird die gezeigte Konfiguration. Dann kann die Nutzerverwaltung auch optional auf dem Lastmanagement eingerichtet werden.
Step-by-Step: Konfiguration im Lastmanagement
1. Ladepunkt anlegen
- Lobas: Neuen Ladepunkt anlegen
- Enbas: Verbinden eines Ladepunkts mit Enbas
2. Kommunikationseinstellungen
- Wähle als Kommunikationsart OCCP
- Gebe die in der Ladestation vergebene Charge Point ID in das Feld Charge Point ID ein
- Da die Ladestation über nur einen Ladepunkt verfügt, belasse die Connector ID bei 1
- Die Connector ID dient zur Nummerierung der Ladepunkt der Ladestation