Hager - witty share

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Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie die Anbindung einer Hager - witty share Ladestation in das energielenker Lastmanagement-System Lobas oder das Home Energy Management System Enbas erfolgt. Sie richtet sich an Installateure, Systemintegratoren und Administratoren und unterstützt dich dabei, alle relevanten Einstellungen korrekt vorzunehmen und typische Fehlerquellen zu vermeiden. Im Folgenden ist mit der Bezeichnung "energielenker System" das HEMS Enbas und das LMS Lobas gemeint, sofern die Schritte für beide Produkte gleich sind.

1. Allgemeine Voraussetzungen

  1. Zugang zur Ladestation (Sofern noch auf Werkseinstellungen)
    1. Benutzername: admin
    2. Passwort: 1234
  2. Kompatible Firmware-Version (https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/)
  3. Unterstützte energielenker Systeme: Lobas, Enbas
  4. Feste IP-Adresse für die Ladestation
  5. Zugang zum energielenker System per IP-Adresse oder energielenker connect App. (IP-Adresse ist auf dem Display des Geräts zu sehen)
  6. Admin-Zugangsdaten für das energielenker System

Verfügbare Konfigurationsmöglichkeiten

✅ Lokales Web-UI der Ladestation
❌ Cloud-Web Portal des Herstellers
❌ Smartphone-App des Herstellers
❌ Windows-Konfigurations-App des Herstellers

Info
Anmerkungen
Die erstmalige Konfiguration erfolgt über die Weboberfläche der Ladestation.

Komponentenanbindung

Anbindung der Ladestation via OCPP

OCPP Version: 1.6-J
LMB Version: 3.19.0

Unterstützte Features

Die verfügbaren Features des Ladepunkts variieren je nach eingesetzter Kommunikationsschnittstelle.
  1. ✅ Granulare Sollwertregelung: Jeder einzelne Ladepunkt einer Ladestation kann individuell geregelt werden – im Gegensatz zu Systemen, die nur eine ladestationsweite Sollwertvorgabe erlauben.
  2. ✅ Pausierbarkeit des Ladevorgangs: Ladevorgänge an einzelnen Ladepunkten können vollständig pausiert werden – im Gegensatz zu Ladestationen, die zwar den Ladestrom regeln, aber keine vollständige Unterbrechung des Stromflusses zum Elektrofahrzeug erlauben.
  3. ✅ Phasenschieflastmonitoring: Ladepunkte, die eine Phasenschieflast verursachen, können gezielt erkannt und deren Ladestrom reduziert werden – relevant ausschließlich bei AC-Ladepunkten, da DC-Ladepunkte das Verteilnetz in der Regel gleichmäßig auf allen drei Phasen belasten.
  4. ✅ Zentrale Benutzerverwaltung (RFID): Eine zentrale Nutzerverwaltung ist nur bei OCPP-Anbindung der Ladestation möglich – einige Ladestationen übermitteln RFIDs nur, wenn diese zusätzlich lokal auf der Station hinterlegt sind, was eine zentrale Verwaltung verhindert.
  5. ✅ Ladevorgangstracking: Ladevorgänge an den Ladepunkten der Ladestation können vollständig nachverfolgt werden.

Benötigte Voraussetzungen

  1. Die minimale Firmware-Version, die auf der Ladestation installiert sein muss, ist in unserer aktuellen Kompatibilitätsliste dokumentiert: https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/
  2. Die Ladestation muss eine feste IP-Adresse haben.

Konfiguration in der Ladestation

1. In der Ladestation konfigurierte Phasenrotation hat Auswirkung auf die Ausgabe der phasenweise Ladeströme in der Kommunikationsschnittstelle der Ladestation.
Somit sollte die Phasenrotation der Ladestation korrekt in der Ladestation konfiguriert werden. Die Phasenrotation der Ladestation sollte somit im Lastmanagement nicht konfiguriert werden.

2. Nicht benötigte Schnittstellen und Funktionen der Ladestation deaktivieren
Um Störeinflüsse für das Lastmanagement ausschließen zu können, sollten diese abgeschaltet werden.
  1. Die Ladestations-interne Phasenschieflastregelung deaktivieren.
  2. Die Schalteingänge an der Ladestation deaktivieren und nicht nutzen.
  3. Das Ladestationsinterne Feature "intelligentes Laden" deaktivieren.












3. Kommunikation via OCPP1.6-J von der Ladestation zum energielenker System aufbauen
  1. Der Authorisierungsmodus auf OCPP Voll.
  2. Als OCPP Modus muss OCPP-J 1.6 gewählt werden.
  3. Im Feld URL des Backends muss die IP-Adresse des energielenker Systems im Netzwerk eingestellt werden. Die Eingabe muss sich wie folgt zusammensetzen: ws://<energielenker System-IP>:19520/
  4. Die OCPP ChargeBoxIdentity (ChargepointID) kann nach Belieben angepasst werden, diese muss später im energielenker System angegeben werden.

Fallback-Mechanismus der Ladestation bei Verbindungsverlust mit dem Lastmanagement

Die LS bietet einen Fallback-Mechanismus. Dieser wird nicht vom LM in der LS konfiguriert. Somit sollte der Fallback-Mechanismus vom Nutzer in der LS konfiguriert werden.

Step-by-Step: Konfiguration im Lastmanagement

1. Ladepunkt anlegen
  1. Lobas: Neuen Ladepunkt anlegen
  2. Enbas: Verbinden eines Ladepunkts mit Enbas
2. Kommunikationseinstellungen
  1. Wähle als Kommunikationsart OCCP
  2. Gebe die in der Ladestation vergebene Charge Point ID in das Feld Charge Point ID ein
  3. Da die Ladestation über nur einen Ladepunkt verfügt, belasse die Connector ID bei 1
    1. Die Connector ID dient zur Nummerierung der Ladepunkt der Ladestation

3. Komponentenkonfiguration / Gerätekonfiguration
Nehme die elektrischen Einstellungen für das Gerät vor. Bei Lobas heißt dieser Abschnitt Gerätekonfiguration und bei Enbas heißt dieser Komponentenkonfiguration.
  1. Enbas: Wähle hager witty share bei Hersteller & Typ
  2. Lobas: Wähle hager witty share bei Gerätetyp
Als Min. Ladestrom ist der Stromwert einzutragen, den das energielenker System als minimalen Wert dem Ladepunkt als Sollwert vorgibt. Standardmäßig ist dieser auf 6A eingestellt. Es gibt einzelne E-Fahrzeuge, die erst ab einem Wert von 8A oder 10A den Ladevorgang beginnen. Sollte dies an dem Ladepunkt öfter zu Problemen führen oder ist absehbar, dass ein Fahrzeug, das nur ab 8A an diesem Ladepunkt lädt, immer an diesem Ladepunkt lädt, sollte der Wert auf 8A oder sogar 10A angepasst werden. Allerdings führt das dazu, dass das Lobas diesen Ladepunkt erst für den Ladevorgang freigeben kann, wenn im gesamten Lastmanagement 8A oder 10A freie Leistung zur Verfügung stehen. Im Vergleich zu einer Einstellung von 6A führt das dazu, dass allgemein Ladepunkte später freigegeben werden.

Als Max. Ladestrom muss der Wert eingestellt werden, mit dem die Ladestation elektrisch angeschlossen ist (Auslegung elektrische Zuleitung und Konfiguration in der Ladestation beachten!). Der Standardwert entspricht 16A pro Phase. Die Ladestation hat eine maximale Ladeleistung von 16A. Normalerweise muss nichts angepasst werden.

Im Feld Phasen sollte Ermitteln eingetragen werden. Dadurch kann das energielenker System automatisch aus den Daten der Ladestation ermitteln, ob das angeschlossene Auto ein-, zwei- oder dreiphasig lädt.

Im Feld Phasenrotation muss die reale Phasenrotation, mit der die Ladestation an das elektrische Verteilungsnetz vor Ort angeschlossen ist. Diese Angabe bezieht sich auf die Rotation der Phasen zwischen Anschlussklemme in der Ladestation und den angeschlossenen Phasen am Netzverknüpfungspunkt.

Anmerkungen OCPP-1.6.-J-spezifisch

Info
Aufgrund ladestationsseitiger Performance Engpässe muss das Intervall in dem die Ladestation uns Istwerte sendet auf 10 Sekunden statt regulär 5 Sekunden hochgesetzt werden. Somit kommt es zu leicht verzögerter Istwert-Übermittlung durch die Ladestation an das Lastmanagement.

Aufgrund ladestationsseitiger Performance Engpässe muss das Lastmanagement Sollwerte verzögert setzen. Das Lastmanagement setzt nur alle 15-18 Sekunden einen Sollwert. Durch die verzögerte Sollwert-Freigabe durch das Lastmanagement bei Beginn des Ladevorgangs kann es z.T. einige Sekunden (ca. 30 Sekunden) dauern, bis die Ladestation den Ladevorgang samt Leistungsübermittlung an das Fahrzeug beginnt.

Troubleshooting bei OCPP

Die Ladestation verfügt über eine detaillierte Monitoring Seite.


Fehlerbild: Das Erkennen mancher RFIDs kann teilweise sehr lange dauern
  1. Ursache
  2. HW/SW-Version: v21.10.25
  3. Fehlerbehebung:

Anmerkungen

Info
Die Ladestation hat ein ladestationsseitiges Feature: Aktivieren des WLAN-Hotspot durch RFID.
Für dieses Feature kann eine RFID-Whitelist zum Aktivieren des Hotspots angelegt werden. Dafür bietet die Ladestation einen Altern-Modus. Ist eine RFID, die sonst zur Autorisierung von Ladevorgängen genutzt wird, in der Hotspot Whitelist der Ladestation hinterlegt, nutzt die Ladestation diese RFID beim Präsentieren dieser am RFID-Reader zum Aktivieren des Hotspots und nicht zum Autorisieren des Ladevorgangs. Aus diesem Grund empfehlen wir das Deaktivieren des Ladestationsseitigen Hotspot-Features, wenn Nutzer-seitig nicht gewünscht.
Alternativ kann die Whitelist bei auftretenden Unregelmäßigkeiten geprüft werden und ungewollte RFIDs gelöscht werden.

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