Unterstützte Features
Die verfügbaren Features des Ladepunkts variieren je nach eingesetzter Kommunikationsschnittstelle.
- ✅ Granulare Sollwertregelung: Jeder einzelne Ladepunkt einer Ladestation kann individuell geregelt werden – im Gegensatz zu Systemen, die nur eine ladestationsweite Sollwertvorgabe erlauben.
- ✅ Pausierbarkeit des Ladevorgangs: Ladevorgänge an einzelnen Ladepunkten können vollständig pausiert werden – im Gegensatz zu Ladestationen, die zwar den Ladestrom regeln, aber keine vollständige Unterbrechung des Stromflusses zum Elektrofahrzeug erlauben.
- ✅ Phasenschieflastmonitoring: Ladepunkte, die eine Phasenschieflast verursachen, können gezielt erkannt und deren Ladestrom reduziert werden – relevant ausschließlich bei AC-Ladepunkten, da DC-Ladepunkte das Verteilnetz in der Regel gleichmäßig auf allen drei Phasen belasten.
- ❌ Zentrale Benutzerverwaltung (RFID): Eine zentrale Nutzerverwaltung ist nur bei OCPP-Anbindung der Ladestation möglich – einige Ladestationen übermitteln RFIDs nur, wenn diese zusätzlich lokal auf der Station hinterlegt sind, was eine zentrale Verwaltung verhindert.
- ✅ Ladevorgangstracking: Ladevorgänge an den Ladepunkten der Ladestation können vollständig nachverfolgt werden.
Benötigte Voraussetzung
- Die minimale Firmware-Version, die auf der Ladestation installiert sein muss, ist in unserer aktuellen Kompatibilitätsliste dokumentiert: https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/
- Die Ladestation muss eine feste IP-Adresse haben.
- Die IP-Adresse von Lobas muss sich im selben lokalen IP-Adressbereich wie die Ladestation befinden, da die Modbus-Schnittstelle der Ladestation nur den Zugriff von Modbus Clients im selben lokalen IP-Adressbereich erlaubt.
Step-by-Step: Konfiguration an der Ladestation
1. In der Ladestation kann keine Phasenrotation konfiguriert werden.
Daher muss die Phasenrotation entsprechend der Installation der Ladestation im Lastmanagment korrekt eingestellt werden.
2. Modbus-Server aktivieren
- Unter Einstellungen → Verbindung → API Einstellungen ist die Option "Lokale Modbus TCP API zulassen" zu aktivieren.
- Die Option "Register tauschen" und "Bytes tauschen" müssen ebenfalls aktiviert werden.
- Ein Neustart der Ladestation ist gemäß Herstellerdokumentation durchzuführen.
3. Nicht benötigte Schnittstellen und Funktionen der Ladestation deaktivieren
Um Störeinflüsse für das Lastmanagement ausschließen zu können, sollten diese abgeschaltet werden.
- Das Ladestations-interne Lastmanagement deaktivieren.
- Die Phasenumschaltung ist zu deaktivieren, sofern keine nutzerspezifischen Anforderungen bestehen.
- Die Energiemengebegrenzung (Khw-Limit) ist zu deaktivieren.
- Die Funktion Daily-Trip ist zu deaktivieren.
- Der Ladetimer ist zu deaktivieren.
- Nicht benötigte Schnittstellen sind in den API-Einstellungen zu deaktivieren, sofern keine nutzerspezifischen Anforderungen bestehen.
- Die MQTT-Schnittstelle ist zu deaktivieren, sofern keine nutzerspezifischen Anforderungen bestehen.
- Die OCPP-Schnittstelle ist zu deaktivieren, sofern keine nutzerspezifischen Anforderungen bestehen.
- Ladestations-interne Steuerung nach flexiblen Stromtarifen deaktivieren.
- Ladestations-internes PV-Überschussladen deaktivieren.
- Digitale Eingänge der Ladestation deaktivieren.
Step-by-Step: Konfiguration am energielenker System
1. Ladepunkt anlegen
2. Kommunikationseinstellungen
- Wähle als Kommunikationsart Modbus TCP
- Gebe die in der Ladestation vergebene IP-Adresse in das Feld IP-Adresse ein
- Gebe als Port 502 ein
- Gebe als Modbus Slave ID 1 ein
- TCP Verbindung halten sollte auf Aktiv belassen werden.
3. Komponentenkonfiguration / Gerätekonfiguration
Nehme die elektrischen Einstellungen für das Gerät vor. Bei Lobas heißt dieser Abschnitt Gerätekonfiguration und bei Enbas heißt dieser Komponentenkonfiguration.
- Enbas: Wähle den go-e-Charger CORE bei Hersteller & Typ
- Lobas: Wähle go-e-Charger CORE bei Gerätetyp

Als Min. Ladestrom ist der Stromwert einzutragen, den das Lastmanagement als minimalen Wert dem Ladepunkt als Sollwert vorgibt. Standardmäßig ist dieser auf 8A eingestellt, da es einzelne E-Fahrzeuge, die erst ab einem Wert von 8A den Ladevorgang beginnen.
Um eine optimierte Ladestromfreigabe über die gesamte Ladeinfrastruktur zu erreichen, kann der min. Ladestrom auf 6A angepasst, solange es keine Probleme mit einzelne E-Fahrzeugen gibt.Der eingestellte Wert im Lastmanagement muss immer größer gleich dem in der Ladestation eingestellten min. Ladestrom sein, da es sonst zu Fehler in der Ladestation kommen kann.
Der im Lastmanagement konfigurierte Max. Ladestrom sollte dem in der Ladestation konfigurierten max. Ladestrom entsprechen. Der Max. Ladestrom im Lastmanagement muss immer kleiner gleich dem max. Ladestrom in der Ladestation sein, da es sonst in der Ladestation zu Fehlern kommen kann.
Im Feld Phasen sollte Ermitteln eingetragen werden. Dadurch kann das energielenker System automatisch aus den Ladestrom-Daten der Ladestation ermitteln, ob das angeschlossene E-Fahrzeug ein-, zwei- oder dreiphasig lädt.
In der Ladestation kann keine Phasenrotation konfiguriert werden.
Somit muss die Phasenrotation der Ladestation korrekt im Lastmanagement eingestellt werden.