Siemens - Sicharge D

Siemens - Sicharge D

Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie die Anbindung einer Siemens - Sicharge D Ladestation in das energielenker Lastmanagement-System Lobas oder das Home Energy Management System Enbas erfolgt. Sie richtet sich an Installateure, Systemintegratoren und Administratoren und unterstützt dich dabei, alle relevanten Einstellungen korrekt vorzunehmen und typische Fehlerquellen zu vermeiden. Im Folgenden ist mit der Bezeichnung "energielenker System" das HEMS Enbas und das LMS Lobas gemeint, sofern die Schritte für beide Produkte gleich sind.

1. Allgemeine Voraussetzungen

  1. Zugang zur Ladestation (Sofern noch auf Werkseinstellungen)
  2. Kompatible Firmware-Version (https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/)
  3. Unterstützte energielenker Systeme: Lobas
  4. Feste IP-Adresse für die Ladestation
  5. Zugang zum energielenker System per IP-Adresse oder energielenker connect App. (IP-Adresse ist auf dem Display des Geräts zu sehen)
  6. Admin-Zugangsdaten für das energielenker System

Verfügbare Konfigurationsmöglichkeiten

❌ Lokales Web-UI der Ladestation
✅ Cloud-Web Portal des Herstellers
❌ Smartphone-App des Herstellers
❌ Windows-Konfigurations-App des Herstellers

Info
Anmerkungen
Konfiguration nur durch Siemens via Siemens eigenem Web-Portal oder kleineren Konfigurationen via OCPP-Backend (bspw. durch Cloud-Backendbetreiber).

Komponentenanbindung

Anbindung der Ladestation via Modbus TCP

LMB Version: 3.17.

Unterstützte Features

Die verfügbaren Features des Ladepunkts variieren je nach eingesetzter Kommunikationsschnittstelle.
  1. ✅ Granulare Sollwertregelung: Jeder einzelne Ladepunkt einer Ladestation kann individuell geregelt werden – im Gegensatz zu Systemen, die nur eine ladestationsweite Sollwertvorgabe erlauben.
  2. ❌ Pausierbarkeit des Ladevorgangs: Ladevorgänge an einzelnen Ladepunkten können vollständig pausiert werden – im Gegensatz zu Ladestationen, die zwar den Ladestrom regeln, aber keine vollständige Unterbrechung des Stromflusses zum Elektrofahrzeug erlauben.
  3. ❌ Phasenschieflastmonitoring: Ladepunkte, die eine Phasenschieflast verursachen, können gezielt erkannt und deren Ladestrom reduziert werden – relevant ausschließlich bei AC-Ladepunkten, da DC-Ladepunkte das Verteilnetz in der Regel gleichmäßig auf allen drei Phasen belasten.
  4. ❌ Zentrale Benutzerverwaltung (RFID): Eine zentrale Nutzerverwaltung ist nur bei OCPP-Anbindung der Ladestation möglich – einige Ladestationen übermitteln RFIDs nur, wenn diese zusätzlich lokal auf der Station hinterlegt sind, was eine zentrale Verwaltung verhindert.
  5. ✅ Ladevorgangstracking: Ladevorgänge an den Ladepunkten der Ladestation können vollständig nachverfolgt werden.

Benötigte Voraussetzung

  1. Die minimale Firmware-Version, die auf der Ladestation installiert sein muss, ist in unserer aktuellen Kompatibilitätsliste dokumentiert: https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/
  2. Die Ladestation muss eine feste IP-Adresse haben.

Step-by-Step: Konfiguration an der Ladestatio

1. Modbus-Server aktivieren
Der Request Maintenance Button muss gedrückt werden.

  1. Modbus-Kommunikationsschnittstelle aktivieren und konfigurieren.
Modbus-Server-IP und -Port setzen

Step-by-Step: Konfiguration am energielenker System

1. Ladepunkt anlegen
  1. Lobas: Neuen Ladepunkt anlegen
2. Kommunikationseinstellungen
  1. Wähle als Kommunikationsart Modbus TCP
  2. Gebe die in der Ladestation vergebene IP-Adresse in das Feld IP-Adresse ein
  3. Gebe als Port 502 ein
  4. Gebe als Modbus Slave ID 1 ein
  5. TCP Verbindung halten sollte auf Aktiv belassen werden.
  6. Die Phasen L1,L2,L3 müssen fest eingestellt werden.
  7. Die Ladestecker-Nr. muss entsprechend der ladestationsseitigen Ladepunkt-Nummer konfiguriert werden.


3. Komponentenkonfiguration / Gerätekonfiguration
Nehme die elektrischen Einstellungen für das Gerät vor. Bei Lobas heißt dieser Abschnitt Gerätekonfiguration und bei Enbas heißt dieser Komponentenkonfiguration.
  1. Lobas: Wähle Siemens Sicharge D DC bei Gerätetyp

Als Min. Ladestrom ist der Stromwert einzutragen, den das Lastmanagement als minimalen Wert dem Ladepunkt als Sollwert vorgibt. Dieser ist standardmäßig auf 10,15A einzustellen. Dieser Wert bezieht sich AC-seitig auf eine Phase und ergibt DC-seitig normiert ca. 7kW Wirkleistung. 

Der im Lastmanagement zu konfigurierende Max. Ladestrom muss AC-seitig einphasig umgerechnet angegeben werden.
Hat ein Ladepunkt bspw. eine maximale Leistung von 150kW, ergibt sich der zu konfigurierende Max.  Ladestrom  im Lastmanagement zu 217,3A:
150000W / 3 / 230V ≈ 217A
  1. Im Feld Phasen muss L1, L2 ,L3 eingetragen werden, da DC-Ladepunkte alle drei Phasen Verteilernetz-seitig gleich belasten.
  2. Im Feld Phasenrotation kann ein beliebiger Wert eingestellt werden, da Phasenrotation bei DC-Ladepunkten keinen Effekt hat.

Anbindung der Ladestation via OCPP

OCPP Version: 1.6-J

Unterstützte Features

Die verfügbaren Features des Ladepunkts variieren je nach eingesetzter Kommunikationsschnittstelle.
  1. ✅ Granulare Sollwertregelung: Jeder einzelne Ladepunkt einer Ladestation kann individuell geregelt werden – im Gegensatz zu Systemen, die nur eine ladestationsweite Sollwertvorgabe erlauben.
  2. ✅ Pausierbarkeit des Ladevorgangs: Ladevorgänge an einzelnen Ladepunkten können vollständig pausiert werden – im Gegensatz zu Ladestationen, die zwar den Ladestrom regeln, aber keine vollständige Unterbrechung des Stromflusses zum Elektrofahrzeug erlauben.
  3. ❌ Phasenschieflastmonitoring: Ladepunkte, die eine Phasenschieflast verursachen, können gezielt erkannt und deren Ladestrom reduziert werden – relevant ausschließlich bei AC-Ladepunkten, da DC-Ladepunkte das Verteilnetz in der Regel gleichmäßig auf allen drei Phasen belasten.
  4. ✅ Zentrale Benutzerverwaltung (RFID): Eine zentrale Nutzerverwaltung ist nur bei OCPP-Anbindung der Ladestation möglich – einige Ladestationen übermitteln RFIDs nur, wenn diese zusätzlich lokal auf der Station hinterlegt sind, was eine zentrale Verwaltung verhindert.
  5. ✅ Ladevorgangstracking: Ladevorgänge an den Ladepunkten der Ladestation können vollständig nachverfolgt werden.

Benötigte Voraussetzungen

  1. Die minimale Firmware-Version, die auf der Ladestation installiert sein muss, ist in unserer aktuellen Kompatibilitätsliste dokumentiert: https://energielenker.de/energielenker-certified-ladestationen/

Konfiguration in der Ladestation

Kommunikation via OCPP1.6-J von der Ladestation zum energielenker System aufbauen
  1. Die Verbindung zwischen dem Lastmanagement und der Ladestation muss beim Siemens Portal über das Support Portal erbeten werden.
  2. Die folgende Backend URL muss an d Siemens Support zur Umstellung weitergegeben werden:
    1.  ws://<energielenker System-IP>:19520

Step-by-Step: Konfiguration im Lastmanagement

1. Ladepunkt anlegen
  1. Lobas: Neuen Ladepunkt anlegen
2. Kommunikationseinstellungen
  1. Wähle als Kommunikationsart OCCP
  2. Gebe die in der Ladestation vergebene Charge Point ID in das Feld Charge Point ID ein
    1. Die ChargePointID muss beim Siemens Support abgefragt und dann entsprechend eingetragen werden. 
  3. Der erste Ladepunkt erhält die Connector ID 1 und der zweite Ladepunkt die Connector ID 2.
    1. Die Connector ID dient zur Nummerierung der Ladepunkt der Ladestation
 
3. Komponentenkonfiguration / Gerätekonfiguration
Nehme die elektrischen Einstellungen für das Gerät vor. Bei Lobas heißt dieser Abschnitt Gerätekonfiguration und bei Enbas heißt dieser Komponentenkonfiguration.
  1. Lobas: Wähle Siemens - Sicharge D bei Gerätetyp
Als Min. Ladestrom ist der Stromwert einzutragen, den das Lastmanagement als minimalen Wert dem Ladepunkt als Sollwert vorgibt. Dieser ist standardmäßig auf 10,15A einzustellen. Dieser Wert bezieht sich AC-seitig auf eine Phase und ergibt DC-seitig normiert ca. 7kW Wirkleistung. 
Der im Lastmanagement zu konfigurierende Max. Ladestrom muss AC-seitig einphasig umgerechnet angegeben werden. Hat ein Ladepunkt bspw. eine maximale Leistung von 150kW, ergibt sich der zu konfigurierende Max.  Ladestrom  im Lastmanagement zu 217,3A:
150000W / 3 / 230V ≈ 217A
Im Feld Phasen muss L1, L2 ,L3 eingetragen werden, da DC-Ladepunkte alle drei Phasen Verteilernetz-seitig gleich belasten.
Im Feld Phasenrotation kann ein beliebiger Wert eingestellt werden, da Phasenrotation bei DC-Ladepunkten keinen Effekt hat.



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